Sonntag, 25. Oktober 2015

MISTAKE


Kennst du diese Momente, in denen du etwas tust, was so gar nicht dir entspricht? Etwas, was du eigentlich verabscheust. Etwas, von dem du weißt, dass es ein Fehler ist. Von dem du weißt, dass es dich nicht glücklich machen wird. Etwas, was du nur tust, weil du neugierig bist oder keine bessere Lösung findest. Falls du dich nun nicht wieder erkennst - Glückwunsch! Falls doch - ebenfalls Glückwunsch, denn du bist nicht ganz allein.
"Ich wollte nur mal wissen wie es ist" ist vermutlich der Satz, der am Häufigsten mit diesen Gefühlen einhergeht. Die bloße Neugier, der Reiz, das Neue, das Unbekannte. Egal, welche Eigenschaft wir der Tat zusprechen, besser macht es keine. Kein Argument und keine Ausrede macht die Situation oder das widerlich kalte Gefühl in der Magengegend wieder wett. Und wir sitzen da und fragen uns, was da in uns gefahren ist. Wie es so weit kommen konnte und warum wir nicht früher aufgewacht sind. Warum wir immer erst hinterher schlau sind und trotzdem diese Fehler wiederholen. Schließlich fühlen wir, dass diese Sache falsch ist, wir wissen, dass es dumm ist und verhalten uns trotzdem wie der letzte Trottel und scheinen dieses dämliche "No risk, no fun"-Motto verinnerlicht zu haben - Schnauze! Es wird risikoreich JA, spaßig keineswegs und das weißt du genau - also lass es, bitte!

Aber wie Frank Sinatra schon sagte: "That´s life".

Kommentare :

  1. Puh.

    Der Text ist wirklich schön und gleichzeitig hinterlässt er so eine Leere in mir, die mich irgendwie traurig macht.
    Auch das Foto hat einen ganz fantastischen Stil. Könnte auch ein Buch oder Film Cover sein.

    Egal um welches Thema es geht, aber Neugier bringt einen wohl schnell dazu, einen falschen Schritt zu machen. Vielleicht gehört es aber auch einfach dazu? Und doch bleibt am Ende das Gefühl zurück - war das wirklich nötig? War das wirklich ich? Ich erinnere mich schon an ein paar Momente zurück, in denen ich irgendwie nicht mehr ich war, weil ich etwas wollte, jemanden wollte, anderen vielleicht auch gefallen wollte, anders sein wollte. Heute denk ich mir über ein paar dieser Momente, dass es vielleicht auch überflüssig war, dass ich mich verstellen wollte? Es gibt wohl einfach Momente, da verhält man sich einfach so, obgleich man es verabscheut.

    Ich glaube das allerwichtigste ist, dass man drüber weg sehen sollte und an sich selbst glauben sollte, dass man immer wieder auf den "richtigen" Pfad zurück findet, auf dem man seine Aktionen und Taten nicht verabscheut.

    Ich drück dich einfach mal ganz doll aus der ferne <3 <3

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  2. Deine ehrlichen Worte könnten zutreffender nicht sein.
    Dafür würde ich dir gerne an dieser Stelle danken, denn sie beschreiben mich ziemlich gut.
    Und was das Cover angeht, da kann ich mich dem vorherigen Kommentar nur anschließen!

    ♥-liche Grüße
    Kate von www.dasgluexkind.de

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    1. Freut mich, dass du dich mit dem Text identifizieren kannst! :)

      Vielen vielen Dank!!

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